Aktives Schwitzen im russischen Badehaus

Sauna

Die russische Sauna bildet seit Jahrhunderten einen festen Bestandteil im Leben der Menschen in Russland. Dort als Banja bezeichnet, dient sie neben der Gesundheitsförderung und Entspannung vor allem der Pflege sozialer Kontakte. Betreten wird die russische Sauna nackt und in der Regel wird nach Geschlechtern getrennt sauniert. Ausnahmen werden hingegen bei Saunabesuchen mit Freunden oder Geschäftspartnern gemacht.

Schwitzen bei über 100 °C

Während in der finnischen Sauna üblicherweise Temperaturen zwischen 80 °C und 90 °C erreicht werden, geht es in der Banja mit über 100 °C nicht selten deutlich heißer zu. Beheizt wird die russische Sauna traditionell mit einem Holzofen. Charakteristisch sind zudem überdurchschnittlich viele Aufgüsse, bei denen besonders viel Wasser verwendet wird, um den Raum schnellstmöglich mit dichtem Dampf zu füllen. Durch die entsprechend hohe Luftfeuchtigkeit wird die Hitze besonders stark spürbar.

Drei Bereiche sorgen für ein perfektes Wohlgefühl

Die russische Sauna setzt sich aus mehreren Abteilen zusammen. Im Anschluss an den eigentlichen Aufenthalt im Schwitzraum, der einer üblichen Sauna gleicht, spülen sich die Saunagänger im vorgelagerten Waschraum den Schweiß mit kaltem oder erwärmtem Wasser vom Körper. Das verbrauchte Wasser fließt dabei über eine Rinne nach draußen ab. Von hier erfolgt auch die Befeuerung des Holzofens. Im Erholungsbereich, der sich mitunter ebenfalls im Waschraum befindet, wird bei Zeitungslektüre, einem Bier oder Tee zwischen 15 und 30 Minuten pausiert.

Massagegenuss durch gegenseitiges Quästen mit dem Birkenzweig

Kaum jemand verlässt die russische Sauna, ohne sich selbst oder andere Saunagäste mit den sogenannten ‚Weniki‘ leicht geschlagen zu haben. Das Quästen mit Bündeln aus eingeweichten belaubten Birkenzweigen wirkt sich positiv auf die Blutzirkulation des Körpers aus. Außerdem eignet sich das Wasser vom Einweichen der Zweige hervorragend als Birken-Aufguss.

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